Steuerkopfschilder gab und gibt es eigentlich bei allen Markenfahrrädern. Hier sei die hervorragende Veröffentlichung von Frank Papperitz , HochlandVerlag Papperitz, 2003, hingewiesen. 

 

Das erste Panther Steuerkopfschild stammt aus Magdeburg. Wie in der Historie angesprochen wurde dort der Name erstmals von Ernst Kuhlmann 1896 verwendet.

Im Zuge der Erweiterung der Herstellungskapazitäten wurde auch an den Steuerkopfschildern gefeilt und es entstanden sehr filigrane Kunstwerke.

 
Nach der Fusion mit den Braunschweiger Fahrradwerken lehnte sich das erste gemeinsame Schild stark an das alte Magdeburger Schild an. Diese Schild "Sicher und Schnell" wurde bis in die Anfänge der 30er Jahre am Steuerkopf von Pantherrädern angebaut. Es iwar aus dünnem Messingblech geprägt und z.T. durchbrochen. 
Aus heutiger Sicht ein Übergangsschild ist ein Steuerkopfschild in Form eines Auges, wie es in der Zeit auch von Opel verwendet wurde. Es war aus Messing gegossen und wahrscheinlich nicht weiter farbig eingelegt. Verwendet wurde es bei Rahmen, die stabile Außenmuffen am Steuerkopf verwendeten, wie die ersten Motorfahrräder 1932.
Parallel zu dem Auge, verwendet vor allem bei den innengelöteten und leichteren außengelöteten Rahmen, bei denen die Muffen entsprechend weit auseinander waren, wurde ein Steuerkopfschild eingeführt, das in seiner Grundform bis in die 60er Jahre Bestand haben sollte. Es beinhaltete den Pantherkopf , den Pantherschriftzug und den Schriftzug Braunschweig. Umrahmt wurde die Symbolik von einem Sechseck, das in der oberen Hälfte im Bereich des Pantherkopfes eingeschnürt war. Die Symbole waren leicht erhaben und silbern galvanisiert, der Grund war blau ausgelegt. Das Trägermaterial war anfänglich  Messingblech, so dass heute erhaltene Schilder oft messingfarbig sind. Später wurden diese Schilder aus Aluminium geätzt, wobei die tieferliegenden Bereiche um den Pantherkopf und die Schrift herum blau eingelegt waren. 
1936 war für Panther ein Jubiläumsjahr. Das verkündete man natürlich auch lauthals auf den zu der Zeit gebauten Rädern. Es gab ein neues Steuerkopfschild mit dem Aufdruck 40 Jahre im Lorbeerkranz. Das Schild war aus Alublech geprägt und die Schrift sowie die Symbolik waren ca. 1 mm erhaben. Natürlich war das auch wieder nach der Mode der Zeit. Die Jubiläumsschrift war z.T. aufgedruckt, aber es gab auch Schilder mit eingravierter Schrift, die dann farbig ausgelegt war. Das Schild war farbig gestaltet.

In den folgenden Jahren bis zum 2. Weltkrieg wurde die Verwendung von Zinkspritzguss als Alternative zu Aluminium forciert. Panther folgte der Entwicklung und bedruckte oder gravierte dies Schilder wie die oben beschriebenen. 

 
Dieses Schild wurde anlässlich des 50. Geburtstages 1946 herausgebracht. Es war  aus Alu geprägt. Es hatte große Ähnlichkeit mit dem der 30er Jahre. Es war farbig ausgelegt. Der Hintergrund wurde der Farbe des Rades angepasst und konnte grün, rot, blau oder gold sein.
Dieses war das Schild der end-40er und frühen 50er Jahre. Der Pantherkopf war plastisch aus dem Bild heraus geprägt ebenso wie die Schriftzeile und der  Rahmen. Die Fläche um den Kopf  und diejenige um die Schrift waren unterschiedlich farbig ausgelegt. Diese Farben waren auf die Farbgebung  der jeweiligen Räder abgestimmt. So gab es grün/blau, gold/rot usw. ausgelegt Schilder
Dieses Schild war um den Pantherkopf herum und unter dem Panterschriftzug durchbrochen. Der Pantherkopf und der Schriftzug waren nicht mehr erhaben geprägt, sonder nur noch geätzt. Allerdings war dieses Steuerkopfschild in ähnlicher Farbgebung wie sein zeitlicher Vorgänger farbig gestaltet

 

Bei den Motorräder wurden vor dem Krieg ähnliche Steuerkopfschilder eingesetzt wie bei den Fahrrädern. 

In der 2. Hälfte der 30er Jahre bekamen die  Motorräder parallel dazu dann ein Typenschild mit eingeschlagenen technischen Angaben. Positioniert wurde das Schild vorne auf dem vorderen Schutzblech. Dies  wurde bei den Nachkriegsmotorrädern fortgesetzt, bis beide Schilder vereint zum Schild allein am Steuerkopf wurden. 

Bei den Mopeds gab es ebenfalls eine ähnliche Entwicklung. Da ursprünglich die Mopeds Fahrräder mit Hilfsmotor waren, bedurfte es keines eigenen Typenschildes, das war ja am Motor. Deshalb hatten die ersten Bobbys Steuerkopfschilder aus der Fahrradabteilung.